An einem regnerischen Tag durch die Tür von Pauline Dupond Bischoff zu treten, fühlt sich an wie ein kleines Aufbegehren gegen das Wetter. Die strahlende Journalistin hat hoch oben in Montmartre einen lebendigen, farbenfrohen Kokon geschaffen, in dem ihre Leidenschaft für Farbe wie eine Hommage an das Mittelmeer wirkt. Weiß dient hier als Bühne für kräftige Primärfarben, belebt durch ein Gespür für Mix & Match, das sie auf ihren Reisen verfeinert hat. All das verleiht diesem umgekehrten Duplex seinen unverwechselbaren Charakter, der darauf ausgelegt ist, Homeoffice und Familienleben in Einklang zu bringen. Zeit für einen Rundgang!
Bücher, Farbe und ein fröhlicher Mustermix: Der Eingangsbereich von Pauline Dupond Bischoff setzt den Ton. Weit davon entfernt, nur ein Durchgang zu sein, hat er sich zum Herzstück dieser 110 m² großen Wohnung entwickelt. Auf der einen Seite liegen die Schlafzimmer, auf der anderen die Treppe, die hinauf zu den Wohnräumen im Obergeschoss führt. „Wir verbringen hier viel Zeit! Das Bücherregal war schon beim Einzug da, aber es war dunkel und ließ den Raum düster wirken.“ Ein paar Pinselstriche später verschwindet die imposante Struktur hinter einem hellen, fast türkisfarbenen Blau.
Ein paar Stufen hinauf und schon eröffnet sich der Blick über die Pariser Dächer! Im obersten Stockwerk des Gebäudes gelegen, öffnet sich das Wohnzimmer zur Küche und zum Essbereich hin. Raus mit dem dunklen, abgenutzten Parkett: Pauline hat sich entschieden, es neu zu streichen und vom Boden bis zu den Balken einen vollständig hellen, makellosen Raum zu schaffen, um die Raumhöhe noch stärker zu betonen. „Mit der Zeit entwickelt es eine Patina, das macht seinen Charme aus“.
Sobald die Basis geschaffen war, konnte die Journalistin hier und da Farbakzente setzen, die den neutralen Hintergrund beleben, und Holz einsetzen, um dem gesamten Raum Wärme zu verleihen. Die auf das Familienleben ausgelegte Küche in Walnuss Natur nutzt jeden Winkel optimal aus. Die am Ende der Zeile platzierte Blende wurde dank einiger geschickt gesetzter Scharniere in einen Besenschrank verwandelt, während die Rückseite der Insel Stauraum verbirgt, der so konzipiert ist, dass Malbücher und Knete im Handumdrehen verschwinden.
Hinter dem Knoll-Tisch platziert, greift die Sitzbank die Gestaltung der Küche auf. Eine Kombination aus Walnuss und Lin, die Pauline mit einem Twist versieht, indem sie einen Farbblock an der Wand hinzufügt, betont durch eine unerwartete Bordüre. „Ich habe Rattan-Untersetzer zweckentfremdet und sie einfach aufgeklebt!“ Die nur wenige Schritte entfernt am Marché Saint-Pierre gefertigten Sitzkissen spiegeln ihr Faible für das Mix & Match von grafischen und Animal-Prints wider.
Zurück ins Obergeschoss. Hinter einer verborgenen Tür in der Bibliothek versteckt, wartete die Elternsuite nur darauf, neu gestaltet zu werden. „Das Volumen war da, aber wir haben alles von Grund auf erneuert.“ Das ehemalige WC wich einem minimalistischen Badezimmer, in dem Pauline ein Waschtischmöbel aus einem Metod-Korpus geschaffen hat, schlicht verkleidet mit Fronten in Honig Eiche. Unsere Viertelrund-Regale ermöglichen dabei Stauraum und sorgen gleichzeitig für mehr Fließfähigkeit im Raum.
Noch einmal derselbe Akteur – neues Spiel! Die Regale finden sich auch im Schlafzimmer wieder und haben dort ihren Platz in der Mauerecke gefunden. „Ich habe ein Problem mit Nachttischen! Sie sind mir immer zu: zu groß, zu hässlich, zu vintage.“ Leicht und grafisch lösen die Viertelrund-Regale dieses Dilemma und nutzen gleichzeitig die Gegebenheiten des Raumes optimal aus.
Stellen Sie sich ein Paar vor, das gemeinsam im Homeoffice arbeitet. Dazu kommen vier Stunden Meetings für den einen und das Schreiben von ausführlichen Artikeln für die andere. Ein Rezept für Chaos, wenn man sich einen Esstisch teilen muss. „Wir brauchten ein richtiges Büro!“ Das reichte aus, um den wenigen Quadratmetern im hinteren Bereich der Master-Suite eine neue Funktion zu geben. Eine Sitzbankecke, um die Fantasie schweifen zu lassen, Stauraum, der die Raumhöhe optimal nutzt, um Pressemitteilungen und Archive zu ordnen, und eine Schreibtischfläche mit Blick zum Fenster zum Schreiben. Ein Hauch Farbe dazu und fertig!